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Auf dem asiatischen Kontinent gelangte die Alge bereits um 2500 v. Chr. zu Ruhm und Ehre und zählt dort auch heute noch zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Hierzulande hat das Aussehen der Algen auf die meisten Menschen weiterhin eine eher abschreckende Wirkung. Doch bereits jetzt umfasst das Angebot der Naturkosmetik ein großes Spektrum an Algenprodukten.
Denn in Algen steckt viel mehr als man auf den ersten Blick denken würde: Eiweiße, Spurenelemente, Aminosäuren sowie Mineralien und Vitamine machen sie zu wahren Unterstützern für Schönheit und Gesundheit. Dank der hohen Zahl an enthaltenen Vitalstoffen sind Algen vielseitig einsetzbar in Ernährung und Schönheitspflege. In der Naturkosmetik sind sie darum bereits seit Jahren fester Bestandteil vieler Kosmetika sowie Nahrungsergänzungs- und Entschlackungsmitteln. Da Algen darüber hinaus viel Feuchtigkeit spenden, ist die Anwendung algenhaltiger Produkte ideal auch für trockene Haut geeignet. 
Die bekanntesten Algenarten sind wohl die Grün- bzw. blaugrünen, Rot- und Braunalgen. Im Folgenden wird insbesondere auf die in der Naturkosmetik am häufigsten verwendeten grünen bzw. blaugrünen Algen eingegangen. Diesen wird eine Wirkung nachgesagt, die antioxidativ und entzündungshemmend sei sowie die Selbstheilungskräfte der Haut unterstützen soll. Zudem besitzen sie einen positiven Einfluss auf Darmflora, Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden, was sich oft leistungsfördernd bemerkbar macht.
Chlorella Algen gehören zu den Süßwasseralgen und weisen besonders viel Chlorophyll und somit eine grüne Färbung auf. Sie werden in der Naturkosmetik häufig in Form von Tabletten eingesetzt, um etwa die Ausscheidung des Schwermetalls Amalgam, das sich besonders während einer Zahnbehandlung im Körper absetzen kann, zu bewerkstelligen. Auch im Kampf gegen Cellulite oder Akne verwendet die Naturkosmetik sie gern. Wird sie als Algen-Packung angewendet, hilft der Brei dabei, den Stoffwechsel anzutreiben, die Durchblutung zu fördern und den Körper zu entschlacken. Allgemein dient die Chlorella Alge für die Naturkosmetik weniger als Medikament, sondern vielmehr als Grundversorger von Mikronährstoffen.
Die Spirulina Algen finden sich besonders oft in alkalischen Gewässern und sind somit den Salzwasseralgen zugehörig. Im Grunde sind sie - anders als die Chlorella Algen - keine Algen im engeren Sinne, sondern gehören der Gattung der Cyanobakterien an. Sie weisen eine grün-bläuliche Färbung auf und werden auch Blaualgen genannt. Wie es für Blaualgen typisch ist, sind die Spirulina Algen sehr anpassungsfähig. So gibt es verschiedene Unterarten, die ihre Gestalt den gegebenen Bedingungen (Nährstoffgehalt und pH-Wert
des Wassers) anpasst. Der Naturkosmetik ist dies insbesondere für die Kultivierung dieser Algenart dienlich. Für Präparate werden sie oftmals in kultivierter Form verwendet, da die Meeresalgen teilweise toxische Microcysteine aufweisen können. Mittlerweile existieren jedoch auch Bio-Präparate, die in natürlichen Lebensräumen wachsen und hinsichtlich Microcysteinen überwacht werden.
In der Naturkosmetik wird Spirulina ähnlich wie die Chlorella Algen als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben. Sie ist besonders reich an Kalzium, Eisen und Magnesium und enthält ebenfalls alle essentiellen Aminosäuren. Zudem weisen die Spirulina Algen aus Süßwasser-Kultivierung kein Jod auf. Studien sollen die Wirksamkeit der Algen für die Naturkosmetik belegen. Noch andauernde Untersuchungen zu der Einnahme von Spirulina-Präparaten haben bisher eine Senkung der Cholesterin-Werte nachweisen können. In einer anderen Erhebung wurde eine Senkung der Blutfette und Stabilisierung des Blutzuckers festgestellt. Ferner erwies eine Studie unabhängiger Heilpraktiker aus dem Jahre 2003, dass die Einnahme dieser Mittel bei Akne inversa in über der Hälfte der Fälle zu einer Verbesserung des Hautbildes führe. Diese Ergebnisse in Verbindung mit der nachgewiesenen Konzentration an Mikronährstoffen machen die Spirulina-Präparate für die Naturkosmetik auch hinsichtlich der Nahrungsergänzung während Diäten und des Fastens bedeutsam.
Die Forschung beschäftigt sich wohl so intensiv wie nie mit der Alge. Dies wird voraussichtlich auf die vielfältigsten Bereiche, wie Mobilität, CO2-Ausstoß, Krebsforschung und selbstverständlich auch auf die Naturkosmetik Auswirkungen haben. Die Verwendung von Produkten der Naturkosmetik wird bereits oft ergänzt durch Biolebensmittel mit Algen-Zusätzen in Nudeln, Fruchtriegeln oder Getränkepulvern.
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