Fair Trade - wem das Konzept nutzt


Seit den 1970er Jahren entwickelt sich die Fair Trade Bewegung in den westlichen Industrieländern. Die Idee des Fair Trade Handels war und ist, Kleinbauern, Bauern in Vertragsanbau und Arbeiter/innen auf Plantagen in Entwicklungsländern durch Fair Trade Standards vor Ausbeutung und Diskriminierung zu schützen, sie wirtschaftlich zu stärken und ihnen zu mehr Selbständigkeit und Sicherheit in der nationalen Wirtschaft und auf dem internationalen Weltmarkt zu verhelfen.
Zu diesem Zweck wurde 1997 die Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) ins Leben gerufen. Sie vergibt an nationale Organisationen, für Deutschland an den 1992 gegründeten, gemeinnützigen Verein Trans Fair, die Standards, zu denen Lizenzverträge mit Handelspartnern geschlossen werden dürfen. Trans Fair hat die Aufgabe, Produzenten entsprechend der Standards mit dem Fair Trade Siegel auszustatten, Handelspartner für diese Produzenten zu finden und Lizenzverträge abzuschließen. Produzenten, die zukünftig eine Produktion nach den Standards anstreben, so genannte Bauern in Vertragsanbau, erhalten besondere Unterstützung.

FLO und fairer Handel - was ist möglich?


Die Transfair Standards nach FLO umfassen Mindestanforderungen.

1. Unter ökologischen Gesichtspunkten bestimmt der Transfair Standard nach FLO

  • dass besonders schädliche Stoffe bei der Erzeugung von Fair Trade Produkten für die Verarbeitung ausgeschlossen sind
  • dass die Produktion umweltschonend erfolgt
  • dass Bio-Landwirtschaft besonders gefördert wird
  • dass Gentechnik im Transfair Standard nicht zugelassen ist
  • dass fairer Handel ein zusätzliches Entgelt für Bio-Produkte beinhaltet


2. Ökonomisch ausgerichtete Transfair Standards nach FLO bestimmen

  • dass für Fair Trade Produkte festgelegte Mindestpreise gezahlt werden
  • dass eine zusätzliche Prämie für die Produktion erhoben wird, die Gemeinschaftsprojekten, wie beispielsweise Schulbildung, Brunnenbau oder Gesundheitspflege, zugute kommt
  • dass die Bauern eine Vorfinanzierung ihrer Produktion erhalten
  • dass Transfair die Bauern in jeder Produktionsphase berät und unterstützt
  • dass fairer Handel durch Lizenzverträge langfristige Handelsbeziehungen, für eine verlässliche Einkommenssituation, aufbaut


3. Zur Förderung der sozialen Entwicklung bestimmt Transfair nach FLO Standard

  • dass Fair Trade Produktion vernünftige und sichere Arbeitsbedingungen bieten muss
  • dass Gemeinschaftsprojekte mit gegenseitiger Unterstützung beschlossen und umgesetzt werden
  • Transfair bestimmt insbesondere die Freiheit demokratische Strukturen zu erhalten, wie das Recht auf Versammlung und demokratische Entscheidungsfindung
  • Transfair bestimmt, dass fairer Handel ein Verbot der Benachteiligung von Minderheiten beinhaltet
  • Transfair legt ein grundsätzliches Verbot von Kinderarbeit für die Fair Trade Bewirtschaftung fest


Fairer Handel mit Bio-Baumwolle - Vorteile für alle


Seit einigen Jahren entwickelt sich fairer Handel mit pestizidfreier Bio-Baumwolle, vor allem von Bio-Bauern aus Afrika. Fair Trade Bio-Baumwolle findet für die Produktion von Bekleidung in der Ökobewegung besonderen Absatz.
Fairer Handel mit dieser Baumwolle findet aber auch wachsende Nachfrage in der Produktion für die westliche Konsumwelt, von Menschen die mehr Verantwortung für ihre Mitmenschen und die gemeinsame Umwelt übernehmen möchten. Fair Trade Jeans und Fair Trade T-Shirts kreieren einen neuen Look - ist Fair Trade cool? Das Bewusstsein, dass fairer Handel andere Menschen vor Ausbeutung schützt und dass es die Gesundheit schont, Jeans und T-Shirts aus Bio-Baumwolle zu tragen, wird schon im jugendlichen Trend Shop angeregt und es entwickelt sich eine Bewegung der überzeugten Fair Trade Jeans Träger und eine Bio-T-Shirts Generation.
Der Fair Trade Shop oder auch der Trend Shop bietet Bekleidung aus der edlen Baumwolle an und klärt darüber auf, was fairer Handel bedeutet und bringt. Dies entwickelt sich bereits seit einigen Jahren in einem Teil unserer Konsumwelt. Für viele Menschen wird fairer Handel und Bio-Anbau beim Einkauf dadurch zur Ehrensache und dies zeigt insgesamt eine neue Richtung an.


Shops für Bio-Jeans und Bio-T-Shirts - was gibt´s denn so?


Betrachtet man das Angebot von Bio-Jeans und Bio-T-Shirts, für die fairer Handel betrieben wird, finden sich, Shop an Shop, reihenweise Anbieter. Die Bio-Jeans und Bio-T-Shirts, die im Shop verkauft werden, können sich sehen lassen, fairer Handel bringt die neuesten Schnitte und Färbungen und auch Kleidung aus Bio-Baumwolle, die mit aktuellen Trendmotiven bedruckt ist, wird geboten.

Aktuellste Produkte aus Biobaumwolle finden Sich bei Vitabody.de.

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